easy

Betriebszeitraum

Täglich ab dem 04. November 2019
11.00 bis 17.00 Uhr
Der Betrieb wird zwischen dem 21.11. – 25.12.2019 aufgrund des Frankfurter Weihnachtsmarktes nur zwischen der Haltestelle Untermainbrücke und Eiserner Steg verkehren

Die Zielsetzung

Zukünftig wird autonomes Fahren die konsequente Ergänzung und Weiterentwicklung der intelligenten Mobilität sein. Voll elektrisch, CO2-frei, leise, sicher, effizient und perspektivisch als On-Demand-Lösung bietet das automatisierte Fahren eine vollkommen neue Möglichkeit mobil zu sein. Die Kernidee für das Pilotprojekt EASY ist, eine Roadmap für den zukünftigen Einsatz der neuen Technologie zu entwickeln und dabei zu erforschen, an welchen Stellen die Integration der autonomen Shuttles in die Leitstelleninfrastruktur von Verkehrsunternehmen gelingen kann. Dafür sollen im Rahmen des Projektes Erfahrungen zu technischen und verkehrlichen Herausforderungen ebenso zu etwaigen Nutzungshemmnissen gesammelt werden. Außerdem soll jede und jeder die Möglichkeit haben, die neue Technologie selbst kennenzulernen und somit einen Teil der Mobilität von morgen zu erleben.

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20.10.2019
Pressemitteilung

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Die Teststrecke

Laufzeit des Probebetriebs:
20.09.2019 – 31.07.2020
Länge der Teststrecke:
700 Meter
Betriebszeitraum:
Täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr
Strecke

Die Fahrzeuge

Das Easymile EZ 10 Gen2 Fahrzeug besitzt eine hohe Anzahl von technischen Lösungen im Bereich des automatisierten Fahrens. Grundsätzlich können die technologischen Lösungen in Software und Hardware unterteilt werden. Unter der Software werden die Programierung verstanden und unter der Hardware die Sensorik, Kamera sowie die unterschiedlichen Bremssysteme.

EASY Fahrzeug
IMU (Inertial Measurement Unit)

Unter der IMU versteht sich die Messeinheit, sie ist eine Kombination aus mehreren Inertialsensoren. Dazu gehören Beschleunigungssensoren und Drehratensensoren, welche im Fahrzeug verbaut sind. Diese Sensoren bilden ein Trägheitsnavigationssystem. Mit Hilfe der Trägheitsnavigation kann das Fahrzeug seine genaue Position bestimmen. Kombiniert mit dem GPS (Global Positioning System) kann das Fahrzeug die aktuelle sowie die prognostizierte Lage bestimmen.

GPS (Global Positioning System)

GPS funktioniert über Satelliten, die stetig ihre Position und Uhrzeit aussenden. Das Ganze läuft über codierte Radiosignale. Das Fahrzeug kann als GPS-Empfänger wiederum aus diesen Informationen den eigenen Standpunkt berechnen.

Odometer

Das Odometer misst eine Wegstrecke des automatisierten Fahrzeugs. Dieses wird anhand der Anzahl der Radumdrehungen gemessen. Dabei wird die Anzahl der Raddrehungen zwischen zwei Messpunkten gezählt und zusammen mit dem bekannten Radumfang in eine Wegdifferenz umgerechenet.

Kameras

Die Kameras sind während der Fahrt nicht angeschaltet. Sie dienen dazu, in Notfallsituationen für die Leitstelle zur Verfügung zu stehen, um schnell realisieren zu können, welche Probleme es vor Ort gibt. Zukünfitg sollen die Fahrzeuge auch ohne Operator fahren können.

LIDAR - Sensoren (Light Detection And Ranging)

LIDARs sind Sensoren, mit denen die Umgebung des Fahrzeuges gescannt wird. So können auch sich bewegende Objekte im Umfeld des Fahrzeuges erkannt werden, woraufhin das Fahrzeug reagiert. LIDARs senden zur Atmosphärenmessung Laserimpulse aus und detektieren das aus der Atmospähre zurückgestreute Licht. Aus der Lichtlaufzeit der Signale wird die Entfernung zum Ort der Streuung berechnet. So können Gegenstände in der Umgebung ermittelt werden und das Fahrzeug seine Geschwindigkeit anpassen.

1. LMS-Sensor

Das Fahrzeug ist mit 4 LMS-Sensoren ausgestattet. Die LMS-Sensoren scannen jeweils in einem 270 Gradwinkel (30-40 Meter) die Flächen um das Fahrzeug. Dabei ergibt sich über die Sensoren ein 2D-Scan, in dem alle Störungsparamter angezeigt werden. Diese Sensoren sind besonders wichtig, um bewegliche Objekte zu erkennen und dementsprechend zu reagieren.

2. VLP 16- Sensor

Das Fahrzeug ist mit 2 VLP 16-Sensoren ausgestattet. Der VLP 16-Sensor scannt eine Fläche in einem 110 Gradwinkel auf der horizontalen Ebene sowie in einem 78 Gradwinkel in der vertikalen Ebene. Über den Scan 16 verschiedener Ebenen werden aus mehreren 2D-Scans ein 3D-Scan. Somit kann das Fahrzeug die Objekte in der Umgebung genauer erkennen und dementsprechend auf die unterschiedlichen Situationen reagieren.

3. LMRS-Sensor

Das Fahrzeug hat einen LMRS-Sensor, welcher Objekte auf bis zu 200 Meter scannt. Dies ist besonders wichtig für die Streckenorientierung. Da sich das Fahrzeug an feststehenden und eingescannten Objekten orientiert. Hierzu gehören insbesondere Gebäude, Bäume, Laternen, usw..

4 Bremssysteme

Um auf alle Situationen vorbereitet zu sein, besitzt das Fahrzeug 4 verschiedene Bremssysteme.

1. Regenerativbremse

Beim regenerativen Bremsen schaltet der Elektromotor Elektrofahrzeugs auf den Generatorbetrieb um. Die Räder übertragen die Bewegungsenergie über den Antriebsstrang zum Generator. Der Generator dreht sich, ähnlich wie der Dynamo eines Fahrrads, und wandelt dadurch einen Teil der Bewegungsenergie in elektrische Energie um. Diese wird in einer Hochvolt-Batterie gespeichert. Das generatorische Bremsmoment des Elektromotors, das bei der Energieerzeugung entsteht, bremst das Fahrzeug.

2. Hydraulische Bremse

Eine Hydraulikbremse ist eine Bremse, bei der die Kraft hydraulisch, das heißt über eine Flüssigkeit in einer Leitung, übertragen wird. Diese Technik wird bei Kraftfahrzeugbremsen, aber auch immer häufiger bei Fahrradbremseneingesetzt. Hydraulikbremsen arbeiten mit weniger Reibung in den Übertragungselementen als mechanisch betätigte Bremsen. So sind sie deutlich besser dosierbar und erzeugen eine höhere Bremskraft.

3. Elektisches Bremssystem

Das Elektronische Bremssystem (EBS) ist eine Weiterentwicklung zur Anlage der Druckluftbremse. Durch die elektronischen Komponenten wird eine kürzere Ansprechzeit der Bremsen erreicht.

4. Fail-Safe-Bremse

Die Fail-Safe-Bremse kommt zum Einsatz, sollte der Strom ausfallen. Über ein elektrisches Feld wird die Bremsvorrichtung gehalten. In dem Moment, in dem der Strom ausfällt, greift die Bremse sofort um die Sicherheit zu gewährleisten.

FAQ

Wofür steht EASY?

Die Abkürzung EASY steht für „Electric Autonomous Shuttle for You“ (Deutsch: Elektrisch Autonom fahrendes Fahrzeug für Dich)

Was ist das Ziel des Projektes?

Erfahrungen zu technischen und verkehrlichen Herausforderungen ebenso zu etwaigen Nutzungshemmnissen zu sammeln. Außerdem soll jedem die Möglichkeit geboten werden die neue Technologie selbst zu erleben.

Wozu gibt es dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt?

Mobilität wird sich in der Zukunft verändern. Deswegen ist auch für den öffentlichen Nahverkehrsdienst wichtig innovative Fahrzeuge zu testen und sich eine Expertise in den Bereichen anzueignen. Das Ziel ist es herauszufinden wie die automatisierten Fahrzeuge in den ÖPNV großflächig eingebunden werden können und welche Weiterentwicklungen dafür erforderlich sind.

Wie funktioniert das autonome Fahrzeug eigentlich?

Das Fahrzeug ist ein hochautomatisiertes Elektroshuttle, welcher auf einer vorprogrammierten Strecke fährt. Von dieser Strecke kann das Fahrzeug nicht abweichen. Durch verschiedene Sensoren kann das Fahrzeug alle Hindernisse, welche sich auf dem Weg befinden, erkennen und bleibt stehen, sobald ein Hindernis erkannt wird. An diesem Punkt greift ein sogenannter Operator manuell ein und lenkt das Fahrzeug um das Hindernis herum.

Kann ich als Fahrgast mit dem autonomen Shuttle fahren?

Ja, jeder kann mit dem automatisierten Fahrzeug fahren.

Wo fahren die autonomen Fahrzeuge?

Das autonome Fahrzeug fährt ab dem 20.09.2019 am nördlichen Mainufer zwischen der Untermainbrücke und der Alten Brücke.

Wann fahren die autonomen Fahrzeuge?

Sie fahren von Montag bis Sonntag zwischen 13.00 und 19.00 Uhr. Ab und zu müssen die Fahrzeuge auch zur Wartung in die Werkstatt oder zu Großveranstaltungen am Mainufer zeitweise den Betrieb aussetzen.

Wer sind die Beteiligten?

An dem Projekt sind RMV, traffiQ, VGF, R+V, HOLM, PwC und University of Applied Science Frankfurt beteiligt. Nähere Informationen zu den Partnern sind auf dieser Seite beschrieben.

Was kostet es mit dem autonomen Fahrzeug zu fahren?

Nichts. Einfach anstellen und kostenlos miterleben.

Steige ich einfach in das Fahrzeug ein oder muss ich mich davor irgendwo anmelden?

Einfach einsteigen und ausprobieren.

Ist immer eine Aufsichtsperson mit an Bord?

Ja, ein Operator ist gesetzlich vorgeschrieben und wird immer mit im Fahrzeug sein.

Kann man das autonome Fahrzeug bei einem Notfall stoppen?

Der Operator hat immer die Möglichkeit das autonome Fahrzeug per Nothalt zu stoppen.

Wie viele Passagiere passen in das autonome Fahrzeug?

Das autonome Fahrzeug hat insgesamt 6 Sitzplätze, Stehmöglichkeiten gibt es nicht.

Können Rollstühle, Fahrräder, Kinderwagen oder ähnliches in dem Fahrzeug transportiert werden?

Nein. Leider kann in diesem Fall die Sicherheit nicht gewährleistet werden.

Welche Fahrzeuge werden eingesetzt?

Für den Testbetrieb am Mainufer werden zwei Fahrzeuge des Typs EZ 10 Gen2 von EasyMile genutzt.

Wie sicher ist das Fahrzeug?

Das Fahrzeug fährt vorsichtig mit einer Geschwindigkeit von maximal 15 km/h, zudem ist immer ein Operator im Fahrzeug.

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